Häufig gestellte Fragen

Pädagogisches Konzept

Werden im Forscherhaus nur „normal“ begabte Kinder aufgenommen?
Was sind die obersten Ziele unseres Forscherhauses?
Wie sieht das Pädagogische Konzept aus?
Durch welches Merkmal unterscheidet sich das Forscherhaus am stärksten von anderen Schulen?
Wer gehört alles zu einer Klasse im Forscherhaus?
Welche Rythmen strukturieren den Vormittag?
Spielen die Lehrpläne des Landes NRW im Unterricht des Forscherhauses eine Rolle?
Wie wird gewährleistet, dass die Lehrpläne des Landes NRW tatsächlich vermittelt werden?
Gibt es Schulbücher und Arbeitshefte?
Welche “Fächer” werden am Forscherhaus unterrichtet?
Wo finden sich die einzelnen Fächer im Stundenplan wieder?
Wie erwerben die Kinder in den zahlreichen Projektphasen ausreichende Deutsch- und Mathematikkenntnisse?
Was machen Kinder, die Schwierigkeiten mit dem selbstständigen Arbeiten haben?
Werden Kinder mit einer ausgeprägten musischen, sprachlichen und künstlerischen Begabung im Forscherhaus ausreichend gefördert?
Gibt es im Forscherhaus weitere besondere Lernformen?
Wie wird der Förderbedarf abgedeckt?
Gibt es Hausaufgaben?
Werden Klassenarbeiten geschrieben?
Gibt es Noten?
Wie sieht der Übergang zur weiterführenden Schule aus?

Rechtlicher Rahmen, Organisation, Finanzierung

Gibt es im Forscherhaus weitere besondere Lernformen?
Welche Angebote gibt es zur Vereinbarung von Familie und Beruf (Betreuungszeiten)?
Gibt es eine Ferienbetreuung?
Betreuungsgeld
Gibt es Ermäßigungen für Geschwisterkinder?
Gibt es Fördermöglichkeiten?
Wie ist der rechtliche Rahmen?
Kann das Forscherhaus „pleite“ gehen?


Werden im Forscherhaus nur „normal“ begabte Kinder aufgenommen?

Die Antwort lautet eindeutig: Nein!
Das Forscherhaus ist bestrebt, in seinen Klassen möglichst viele Begabungen zusammenzubringen, um den Kindern ein sozial anregendes Umfeld zu bieten. Aus diesem Grund ist es möglich, in jede Gruppe einige hochbegabte Kinder aufzunehmen wie auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen u. Ä. Das Team des Forscherhauses widmet jedem Kind – unabhängig seiner „Begabung“ – gleich viel Zeit und fördert es an dem Punkt, an dem es Förderung bedarf. Hierbei gehen wir von der Überzeugung aus, dass jedes Kind große Talente besitzt, die für unsere Gemeinschaft wertvoll sind – dass aber genauso gut bei jedem Kind auch Dinge zu beobachten sind, die ihm schwerer fallen als anderen. Die Kinder sollen dies verstehen und akzeptieren lernen. Auf diese Weise entwickeln sie nicht nur ihre sozialen Kompetenzen, sondern arbeiten auch an einem tragfähigen Selbstwertgefühl, das ihnen ihre Stärken deutlich macht.


Was sind die obersten Ziele unseres Forscherhauses?

Zu den obersten Zielen unserer Schule gehören die Persönlichkeitsbildung unserer Schüler ebenso wie eine angemessene Welterschließung: Jedes Kind soll sich zu einer starken Persönlichkeit bilden können und zugleich einen angemessenen Überblick über die Welt, in der wir leben, erlangen.


Wie sieht das Pädagogische Konzept aus?

Das Pädagogische Konzept wird durch den Grundsatz des Strukturierenden Handelns bestimmt: Mit Hilfe eigens ausgearbeiteter Materialien unterstützen wir die Kinder, grundlegende Strukturen sowohl in sich als auch in unserer Welt zu entdecken. Um dies zu erreichen, ermöglichen wir den Kindern ein projektartiges, auf Selbstständigkeit und Aktivität zielendes Herangehen an vielfältige Unterrichtsgegenstände. Auf diese Weise sorgen wir für eine tiefe Durchdringung des Erarbeiteten wie auch für das Trainieren grundlegender und vielseitig einsetzbarer Lern- und Handlungstechniken.


Durch welches Merkmal unterscheidet sich das Forscherhaus am stärksten von anderen Schulen?

Das ist ganz ohne Zweifel die Zeit: Durch den hervorragenden Betreuungsschlüssel (zwei Betreuungspersonen für jeweils etwa 20 Kinder) sowie die deutlich höhere Stundenzahl, die die Kinder jeden Tag im Forscherhaus verbringen, steht Kindern und Erwachsenen sehr viel Zeit zu Verfügung. Auf diese Weise werden nicht nur intensive Beziehungen geschlossen, die für ein erfolgreiches Lernen von größter Bedeutung sind. Auch bleibt eine Menge Freiraum für vielfältige Handlungen und Erprobungen aller Art.


Wer gehört alles zu einer Klasse im Forscherhaus?

Zu jeder Klasse gehören  ca. 20 Schülerinnen/Schüler aus aus einem Jahrgang, die von einer Lehrerin/einem Lehrer und einer weiteren Fachkraft betreut werden.


Welche Rythmen strukturieren den Vormittag?

Der Vormittag im Forscherhaus ist in die beiden großen Blöcke “Forscherstunden” und “Laborstunden” geteilt. Jeden Tag finden 90 Minuten Laborstunden statt, in denen die Fächer Sport, Englisch, Kunst, Musik und Religion behandelt werden. Der Rest des Tages ist den Forscherstunden vorbehalten. Diese Forscherstunden sind ganz bewusst nicht in 45- oder 90-Minuten-Einheiten unterteilt. Allerdings bedeutet dies keineswegs, dass der Vormittag unstrukturiert ist: Die wichtigste Strukturierungshilfe bildet ein steter Wechsel von An- und Entspannung.


Spielen die Lehrpläne des Landes NRW im Unterricht des Forscherhauses eine Rolle?

Wir sind eine staatlich anerkannte Ersatzschule in freier Trägerschaft, deren Arbeit auf den Lehrplänen des Landes NRW basiert.


Wie wird gewährleistet, dass die Lehrpläne des Landes NRW tatsächlich vermittelt werden?

Das Forscherhaus erstellt für die Arbeit mit den Kindern Arbeitspläne, in denen verzeichnet ist, was die Schüler in einem bestimmten Zeitraum lernen sollen. Mit Hilfe dieser Arbeitspläne kann jederzeit kontrolliert werden, auf welchem aktuellen “Stand” sich das jeweilige Kind befindet und welche Fördermaßnahmen von Seiten des Lehrers notwendig sind.


Gibt es Schulbücher und Arbeitshefte?

Grundsätzlich ja – aber nur die besten. Anders ausgedrückt: Nicht in jedem Fach wird automatisch anhand von Schulbüchern gelernt. Dort aber, wo sinnvolle und hilfreiche Materialien auf dem Markt vorhanden sind, werden diese von uns eingesetzt – allerdings nicht permanent und ausschließlich, da i. d. R. das eigenständige Lernen der Kinder die meiste Zeit des Unterrichts bestimmen wird.


Welche “Fächer” werden am Forscherhaus unterrichtet?

  1. Kulturtechniken: Mathematik und Sprache
  2. Sachunterricht u. a. mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Naturwissenschaften, Technik und Politik
  3. Englisch
  4. Musik und Kunst
  5. Lerntechniken
  6. Religionen
  7. Sport
  8. “Weiterdenken” – In diesem “Fach” wollen wir unseren Schülern die Möglichkeit geben, große Zusammenhänge zu erkunden, sich mit Problemen auseinanderzusetzen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Auf diese Weise wollen wir ihnen deutlich machen, dass ihr Mit- und Weiterdenken gefragt ist. Dadurch wollen wir ihnen Hilfestellungen geben, damit sie sich langfristig als selbstbewusste, aktive Bürger in unserer Gemeinschaft engagieren können.


Wo finden sich die einzelnen Fächer im Stundenplan wieder?
Die Fächer Englisch, Musik und Kunst, Religionen und Sport werden jeweils einmal wöchentlich in neunzigminütigen Laborzeiten im Forscherhaus bearbeitet.
Zentrale Lerntechniken dagegen werden in regelmäßig wiederkehrenden Projektphasen vermittelt. Ihre Einübung und Automatisierung erfolgt vor allem während der Forscherstunden, in denen die Schüler das Gelernte während der Auseinandersetzung mit den gerade aktuellen Themen anwenden.
In der restlichen Zeit, die weitestgehend durch die Forscherstunden bestimmt ist, erarbeiten die Schüler eigene Projekte und eignen sich dabei grundlegende Schwerpunkte der Fächer Sachunterricht, Mathematik und Sprache an. – Allerdings stehen auch immer mal wieder Themen und Fächer der Laborzeiten im Mittelpunkt der Forscherstunden, damit sich die Kinder aktiv handelnd mit diesen auseinandersetzen können.


Wie erwerben die Kinder in den zahlreichen Projektphasen ausreichende Deutsch- und Mathematikkenntnisse?

Zum einen werden in den Projektphasen selbst immer wieder sprachliche und mathematische Themen zum Schwerpunkt gemacht. Zum anderen machen wir den Kindern von Anfang an deutlich, dass für ausreichende Kenntnisse in Deutsch und Mathematik zahlreiche “Trainings” notwendig sind – ähnlich wie im Sport: Wir haben das Ziel, unseren Kindern fundierte sprachliche und mathematische Kenntnisse zu vermitteln, die ohne eine ausreichende Übung nicht zu realisieren sind. Deshalb beschäftigt sich jedes Kind täglich intensiv mit Deutsch und Mathematik.


Was machen Kinder, die Schwierigkeiten mit dem selbstständigen Arbeiten haben?

Eine Besonderheit des Forscherhauses besteht darin, dass die Kinder vielfältige Möglichkeiten haben, eigene Ideen und Wünsche in die Projekte einzubringen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Kinder selbstständig arbeiten können. Selbstverständlich erwarten wir nicht, dass die Kinder, die unser Forscherhaus besuchen, von Anfang an diese Fähigkeiten besitzen: Nach und nach werden sie das selbstständige Arbeiten trainieren, entsprechende Techniken kennen lernen und so ihre Fähigkeiten immer weiter ausbauen. Darüber hinaus gewährleistet es der gute Betreuungsschlüssel unseres Forscherhauses auch, Kinder, die sich gerne aus den aktiven Projektphasen “herausziehen”, an die Hand zu nehmen und sie Schritt für Schritt zu intensiven Arbeitsprozessen hinzuführen.


Werden Kinder mit einer ausgeprägten musischen, sprachlichen und künstlerischen Begabung im Forscherhaus ausreichend gefördert?

Dass Kinder, die starke Interessen an naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Themen haben, in unserem Forscherhaus ausreichend gefördert werden, macht schon der Name unserer Schule deutlich. Allerdings ist es uns sehr wichtig zu betonen, dass wir die musischen, sprachlichen und künstlerischen Begabungen keineswegs vernachlässigen: Zum einen weist unser Name darauf hin, dass auch all diese Themen forschend und experimentierend erarbeitet werden. Zum anderen finden jedes Jahr Projekte statt, bei denen nicht nur wirtschaftliche und naturwissenschaftliche, sondern eben auch musische Aspekte im Vordergrund stehen. Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang genannt werden muss, besteht darin, dass es darüber hinaus viele Möglichkeiten gibt, beispielsweise wirtschaftliche Themen durch musische Zugriffsweisen zu erarbeiten. Die Aufgabe des pädagogischen Fachpersonals des Forscherhauses besteht folglich u. a. darin, Kindern diese vielfältigen Zugriffsmöglichkeiten zu eröffnen und vorzustellen.


Gibt es im Forscherhaus weitere besondere Lernformen?

Dem Forscherhaus ist vor allem das “Lernen in Realsituationen” wichtig: Unsere Schüler sollen die Möglichkeit bekommen, in einem geschützten Rahmen zentrale Bereiche unserer Welt handelnd zu erarbeiten und sich auf diese Weise grundlegende Kompetenzen anzueignen. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang das Schulparlament, in dem Vertreter sämtlicher am Schulleben Beteiligten versammelt sind, ebenso wie die von den Schülern entwickelten und geführten Schülerfirmen und – langfristig – das Schultheater.


Wie wird der Förderbedarf abgedeckt?

Wird  bei einem Kind ein spezieller Förderbedarf ermittelt, so werden unsere pädagogischen Fachkräfte das entsprechende Kind gezielt diesbezüglich unterstützen. Der Betreuungsschlüssel ebenso wie der Tagesablauf bieten hierbei vielfältige Möglichkeiten. Sollten wir allerdings feststellen, dass ein Kind eine fachliche Hilfe benötigt, die wir nicht leisten können, so werden wir in Absprache mit den Eltern anderweitige Fachkräfte zu Hilfe ziehen.


Gibt es Hausaufgaben?

In den meisten Fällen gibt es keine Hausaufgaben. Gegen Ende des vierten Schuljahres jedoch oder wenn es sich abzeichnet, dass ein Kind auf eine Regelschule wechselt, werden wir spätestens regelmäßig entsprechende Aufgaben stellen, um die Kinder auf diese Situation angemessen vorzubereiten.


Werden Klassenarbeiten geschrieben?

Klassenarbeiten im herkömmlichen Sinn werden nicht geschrieben. Eine Einschränkung bildet auch hier der Wechsel auf die weiterführende Schule bzw. auf eine Regelschule: In diesem Fall wird auch das Schreiben von Klassenarbeiten trainiert. Referate u. Ä. nehmen dagegen einen regelmäßigen Platz innerhalb des Schullebens des Forscherhauses ein.


Gibt es Noten?

Noten im herkömmlichen Sinn werden nicht erteilt. Um die Leistungen der einzelnen Kinder einschätzen zu können, wird für jedes Kind ein Beobachtungsheft geführt, in das sämtliche Beobachtungen hinsichtlich seiner intellektuellen, motorischen, geistigen und sozialen Entwicklung eingetragen werden.


Wie sieht der Übergang zur weiterführenden Schule aus?

Das Forscherhaus ist auf der Suche nach einer weiterführenden Schule, mit der es eine enge Kooperation eingehen will. Auf diese Weise – ebenso wie durch das Trainieren von Hausaufgaben und Klassenarbeiten – werden die Kinder gezielt auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet.


Welche Angebote gibt es zur Vereinbarung von Familie und Beruf (Betreuungszeiten)?

Der Unterricht beginnt um 8.15 Uhr. Ab 7.15 Uhr können unsere Schüler in die Schule kommen. Wir garantieren eine Betreuung der Kinder von montags bis freitags von 7.15 Uhr bis 13.30 Uhr. Die Kinder können tageweise für die Nachmittagsbetreuung angemeldet werden. Dann wird um 13.30 Uhr Mittag gegessen. Die Arbeitsgemeinschaften bzw. die Nachmittagsbetreuung beginnen um 14.30 Uhr und enden um 16.30 Uhr. Von 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr ist Abholzeit.


Gibt es eine Ferienbetreuung?

In den Oster-, Sommer- und Herbstferien vermitteln wir eine Ferienbetreuung, wenn wir selbst keine anbieten.


Betreuungsgeld

Die Betreuung der Schüler am Vormittag (7.15 Uhr – 13.30 Uhr) kostet 250 Euro im Monat.
Für Kinder, die die Nachmittagsbetreuung des Forscherhauses besuchen, fallen zusätzlich pro Nachmittag 20 Euro (zzgl. 3 Euro pro Mittagessen) monatlich an, also maximal 166 Euro monatlich.


Gibt es Ermäßigungen für Geschwisterkinder?

Ja, die Ermäßigungen liegen bei ca 25%.


Gibt es Fördermöglichkeiten?

Z.Z. werden zwei Schüler durch Teilstipendien der Familie-Osthushenrich-Stiftung gefördert. Für das Schuljahr 2010/11 haben wir ein weiteres Teilstipendium für Mädchen ausgeschrieben. Wir bemühen uns, durch Kooperationen mit Stiftungen und Kreditinstituten weitere entsprechende Angebote zu entwickeln.


Wie ist der rechtliche Rahmen?

Schulträgerin ist die Forscherhaus gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH. Sie hat die Genehmigung bekommen, die freie Grundschule Das Forscherhaus als staatlich anerkannte Ersatzschule auf der Grundlage des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW-SchulG) zu führen. Der an unserer Schule erworbene Abschluss ist in jeder Weise gleichwertig mit dem Abschluss einer öffentlichen Schule (§ 100 Absatz 4 SchulG NRW). Die Bezirksregierung Detmold ist die obere Schulaufsichtsbehörde.


Kann das Forscherhaus „pleite“ gehen?

Der Schulträger muss im Genehmigungsverfahren eine Bürgschaft hinterlegen, die den laufenden Schulbetrieb garantiert.